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Val Torrente - das verlorene Tal (Veneto)
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Das Val Torrente - das verlorene Tal ist eine tiefe Schlucht im Naturschutzgebiet des Monte Baldo nahe der Ortschaft Brenzone sul Garda, an deren Ende ein grosser Felsbrocken zwischen den Wänden hängen geblieben ist - der Baloc. Entstanden während der letzten Eiszeit ist diese sehr enge Schlucht mit ihren hohen und fast senkrechten Wänden von der Aussenwelt nahezu abgeschottet. In ihr hat sich eine einzigartige Pflanzenwelt mit Moosen, Farnen, Pilzen und Büschen gebildet. Der Schluchtboden ist gefüllt mit Steinen, aber auch kleinen und grossen Felsen. Die Sonne erreicht diese Schlucht nur ansatzweise, so dass hier ein kühles und feuchtes, aber auch windstilles Klima herrscht. Die Temperatur geht im Vergleich zum See (vor allem im Sommer) gut und gerne um 10 Grad nach unten.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz in der Via del Loc in Brenzone. Hier der Streetview dazu (siehe auch 1. Bild). Man geht gegenüber des Parkplatzes die Steintreppe empor (2. Bild), an der auch der Hinweis "Baloc tacà via" (3. Bild) angebracht ist. Er begleitet uns bis zum Schluchtbeginn. Der Weg geht immer geradeaus bergauf, bis man zum einem Haus in einem Olivenhain kommt (4. Bild), das auf der anderen Seite der hier noch niedrigen Schlucht steht. Man lässt es aber links liegen und kurz danach beginnt ein etwas unwegsamer und schmaler Aufstieg, z.T. über schräge Steinplatten, wo man eine sehr schöne Sicht über den Gardasee hat.
Vorbei an kleinen im Fels ausgespülten Wasserkesseln (Marmitte, 5. Bild) kommt man an eine niedrige Mauer, die man auf der linken Seite locker übersteigen kann. Talaufwärts gehend erreicht man bald eine weitere Mauer. Etwa 2,5m hoch und auf der rechten Seite mit Steighaken versehen. Hat man diese Mauer überwunden beginnt der letzte und enge Teil des Val Torrente. Bis hierher geht auch noch die Telefonverbindung, danach nicht mehr (getestet).

Über kleine und grosse Felsen, mal in der Mitte, mal links oder rechts führt ein teilweise kaum sichtbarer Pfad durch Moose, Farne und vorbei an kleinen Büschen etwa 1 km nach oben zum Schluchtende. Der Blick nach oben zeigt einem immer wieder warum es hier unten nicht so richtig hell werden mag. Eng, senkrechte Wände und oben mit Büschen und Bäumen bewachsen, halten Fels und Vegetation das Licht zurück. Es ist hier unten so still, dass man den Flügelsschlag grösser Vögel hört, die oben am Rand der Schlucht fliegen - und das ist keine Einbildung.
Nach einiger Zeit erreicht man dann das ersehnte Ziel, den zwischen den Felswänden eingeklemmten Baloc (7. Bild). Sein etwas kleinerer Bruder liegt unterhalb am Schluchtboden. Enstanden ist dies durch einen Felssturz in früher Zeit.

Der Rückweg ist der gleiche, denn es gibt keine Alternative. Die Mühe, dieses vom Trubel des Sees abgeschiedene Tal zu besuchen, rentiert sich auf jeden Fall.

Bildergalerie: Val Torrente
Infos: Ausgangspunkt - Parkplatz (Streetview) | Karte

Als Kartenmaterial empfehle ich die "Kompasskarte Nr. 102"


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