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Lago di Garda
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Sirmione (Lombardia)
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Sirmione liegt auf 68m ü.M. am Südufer des Gardasees und hat ca. 8.200 Einwohner, wovon ca. 300 im historischen Kern wohnen. Ein Teil der Ortschaft ist auf einem Landzipfel gelegen der in den Gardasee hinein reicht. 4 km lang (vom Uferbeginn aus) und mindestens 150m breit, mit 3 Erhebungen namens Cortine, San Pietro in Mavino und die Grotten des Catull. In unmittelbarer Nähe entspringt eine Thermalquelle mit 69 Grad Wassertemperatur, die reich an Schwefel, Brom und Jod ist.

Die Geschichte der Halbinsel reicht bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück. Bereits im 17. Jahrhundert v. Chr. entstanden hier Pfahlbausiedlungen, die sich von Salò bis Garda ausdehnten. Zur Zeit der Römer war die Halbinsel ein Ferienort höhergestellter Familien. Die Grotten des Catull an der Nordspitze des Landzipfels sind besichtigenswerte Zeugnisse dieser Zeit. Der Poet Gaius Valerius Catullus, der im 1. Jahrhundert v. Chr. in Rom lebte, hat diesen Ort gelegentlich besucht und so der Villa ihren Namen gegeben.
Nach einigen Wechseln übernahm die Veroneser Familie della Scala im 13. Jahrhundert die Herrschaft. Die typisch aussehenden Scaliger-Festungen mit ihren Schwalbenschwanzzinnen sind bis heute ein Zeichen dafür. Die Venezianer bauten ab 1405 diese Festungen zur Sicherung ihrer Herrschaft dann weiter aus.

Wirtschaft und vor allem der Tourismus sind heute die Haupteinnahmequellen von Sirmione, das als gehobener und auch teurer Ferienort gilt. Dies gilt auch für die Lokale und Cafès. Der Tagestourismus mit tausenden von Ausflüglern hat den Ort das ganze Jahr fest im Griff.
Mit seinen modernen Kureinrichtungen verfügt Sirmione über das grösste private Thermalzentrum Italiens. Die erste Badeanstalt entstand kurz nach der Wiederentdeckung der Thermalquelle 1889.

Sehenswert ist der gesamte Ort mit seinen engen Gassen und Plätzen, gesäumt von Boutiquen, Antiquitätenläden, Cafés und Restaurants. Die Scaligerburg, die Grotten des Catull, die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche Santa Maria Maggiore und die Kirche San Pietro in Mavino sind ebenfalls besuchenswert.
Wer den Ort mal ohne Touristenmassen erleben will, sollte ihn im Spätherbst oder in den Anfangsmonaten des neuen Jahres besuchen. Man sieht ihn dann mit ganz anderen Augen und entdeckt auch Dinge, die sonst vielfach verborgen bleiben.

Bildergalerie: Sirmione

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Als Kartenmaterial empfehle ich die "Kompasskarte Nr. 102"


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